Erinnerungen an Christine Nöstlinger

Rate this post

Christine Nöstlinger wäre 90. und aus diesem Anlass erinnern wir an ihre vielen Kinderbücher:

Maikäfer flieg, Villa Henriette, Will und die Angst, Pudding Pauli, Geschichten vom Franz, Geschichten von Mini, Klaus zieht aus, Die feuerrote Friedricke, Allerhand mehr uvm……

 

Christine Nöstlinger Profilbild

Christine Nöstlinger wurde am 13. Oktober 1936 in Wien geboren, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. Sie wuchs im Arbeitermilieu des Wiener Bezirks Hernals auf und studierte Gebrauchsgrafik an der Akademie für Angewandte Kunst. 1970 schrieb und illustrierte sie ihr erstes Kinderbuch „Die feuerrote Friederike”. Danach folgten über 150 Bilderbücher, Kinder- und Jugendromane und Gedichtbände, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden. Sie wurden mehreren Generationen von Lesern und Leserinnen wichtige Wegbegleiter.

Christine Nöstlinger durchbrach konsequent sprachliche und thematische Tabus. Ihre Geschichten sind mit großer Empathie und Emanzipationsanspruch und immer aus Sicht der Kinder geschrieben. Protagonisten ihrer Bücher sind oft Außenseiter und Kinder in schwierigen sozialen oder familiären Verhältnissen.

Ihr Werk wurde international mehrfach ausgezeichnet. Sie war 2003 die erste Preisträgerin des ALMA (Astrid Lindgren Memorial Award, der „Nobelpreis der Kinderliteratur“ zusammen mit Maurice Sendak), sie erhielt die Andersen Medaille sowie zahlreiche weitere nationale und internationale Preise.

Eines ihrer bekanntesten Bücher „Konrad oder das Kind aus der Konservendose“ wurde als Film, Theaterstück und Kinderoper auf internationalen Bühnen inszeniert. Aus ihrer enorm produktiven Buchstabenfabrik – wie sie ihre Kunst selbst nannte – kamen aber auch Drehbücher, Hörspiele und weitere Theaterstücke. Daneben arbeitete sie als Kolumnistin für Rundfunk, Zeitungen und Magazine. In Österreich trugen die Hörfunkserien „Dschi Dsche-i Wischer“ und später „Rudi, der Radiohund“ zu ihrer großen Popularität bei. Sie schrieb auch für Erwachsene, u.a. die Autobiografie „Glück ist was für Augenblicke“ und Lyrik im Wiener Dialekt („iba de gaunz oaman leit“).

Christine Nöstlinger engagierte sich in Reden, Interviews und auch privat für Menschenrechte, für die Gleichstellung der Frau und gegen ökonomische und soziale Benachteiligung. Von 1997 -1999 war sie Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation „SOS Mitmensch“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*