Zwanzig Lewa oder tot – Buchempfehlung einer Leserin

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Eine Buchempfehlung unserer Leserin Inge Staufer

Etwas eigenartig der Titel – ein alter Mann bettelt und er tut es für Kinder.

Untertitel: 4 Reisen – Moldawien, Bulgarien, Serbien, Kroatien

Da mich fremde Länder interessieren und Moldawien und Bulgarien sicherlich eine Ecke unserer schönen Welt sind, in die ich wahrscheinlich nie komme, ist das Lesen eines Reisebuches eine gute Alternative, die Neugier zu stillen. Reiseabenteuer und Natur sind am Rande vermerkt. Viel wird auf das politische Geschehen in diesen 4 Ländern eingegangen. Die Beschreibung der Wirrnisse und Machtansprüche machen betroffen, aber vieles verständlich. „Es sind die  Leute, die mir generös begegnen und lebensfroh das ihre schätzen, so wenig es auch war (Moldawien)“.

Der Unterschied zwischen Stadt und Land ist groß. In den Hauptstädten unvermutete repräsentative Prunkbauten aus vergangenen Tagen, am Lande Großteils bescheidenes Leben. Ein moldawisches Beispiel, das mich beeindruckte, als Leseprobe: „ Die Küche war vorzüglich, nicht obwohl sondern weil die Leute so arm sind und deswegen nur auf den Tisch kommt. was nicht von weither geschafft werden muss, sondern in der Umgebung wächst und gedeiht.“

Viele Erlebnisse machen nachdenklich. Durch solche Bücher und Geschichten werden uns fremde Länder verständlich gemacht. Der Schriftsteller vermittelt und durch Erfahrungen und Erlebnisse auch den „Reichtum und die Vielfalt, die Europa auszeichnen“.

Text: Staufer Inge

Karl-Markus GaußKarl-Markus Gauß, geboren 1954 in Salzburg, wo er heute als Autor und Herausgeber der Zeitschrift Literatur und Kritik lebt. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und oftmals ausgezeichnet, darunter mit dem Prix Charles Veillon, dem Vilenica-Preis, dem Georg-Dehio-Preis und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis. Bei Zsolnay erschienen zuletzt “ Das Erste, was ich sah“ (2013), “ Der Alltag der Welt“ (2015) und 2017 sein Reisebuch “ Zwanzig Lewa oder tot„.

Textquelle Amazon.de

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