Waterlily

Ella Cara Deloria (1889-1971) war eine Dakota-Indianerin, die als Ethnologin Feldforschung in ihrem eigenen Stamm betrieb. Sie hatte somit die Möglichkeit, Indianer, die das freie Leben auf der Prärie noch kannten, in ihrer Muttersprache zu befragen und sich detailliert aus erster Hand Auskunft über sämtliche Aspekte des Lebens der Dakota/Lakota in der Zeit um die Mitte des 19. Jahrhundert geben zu lassen. Die Quintessenz ihrer Forschungen hat sie in ihren Roman »Waterlily« einfließen lassen, der auf lebendige und fesselnde Weise das Leben von Waterlily, einer jungen Dakota, und ihrer Familie, schildert.
Dabei wird der Alltag im tiyospaye, dem Verbund eng miteinander verwandter Familien innerhalb eines Zeltdorfes, ebenso in seiner ganzen Vielfalt dargestellt wie Zeremonien (Hunka, Sonnentanz), die Jagd, Abenteuer der Kinder und Jugendlichen, Kämpfe mit feindlichen Stämmen, Begegnungen mit Weißen … Das Cover wurde von der preisgekrönten Grafikerin Claudia Lieb gestaltet.

Im Zentrum des Romans, der traurigerweise erstmals 1988 und damit 17 Jahre nach dem Tod der Autorin veröffentlicht wurde, stehen Blue Bird und ihre Tochter Waterlily. Ganz konsequent bleibt die Autorin bei ihren Heldinnen, was auch in der Welt drumherum um sie geschehen mag.

„Waterlily“ ist eine Familiensaga, die sich auf einen Zeitraum von etwa 20 Jahren beschränkt. Sie beginnt mit der Geburt Waterlilys und endet mit der jungen Frau, die selbst erstmalig Mutter wird.

 

Textquelle Palisander Verlag

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