Die Frau am Dienstag

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Gibt es ein Recht auf Vergessenwerden? Die bitterzarte Geschichte dreier Menschen am Rande der Gesellschaft.

Sie kommt jeden Dienstag zu ihm, zwischen drei und vier Uhr, seit neun Jahren. Er kennt weder ihren Namen, noch weiß er um ihr Geheimnis, das sie allwöchentlich mit gutem Sex und edlen Destillaten zu vergessen sucht. Sie ist ihm nicht gleichgültig, auch wenn sie ihn bezahlt. Bonamente Fanzago, einst erfolgreicher Pornodarsteller, steht nach einem Schlaganfall am Ende seiner Karriere. Was ihm bleibt, sind die Treffen in der Pension Lisbona mit seiner mysteriösen Dienstagsfrau. Die Pension, die der sanftmütige Transvestit Signor Alfredo führt, ist ihm Oase des Friedens und des Rückzugs. Bis durch ein Verbrechen die dunklen Gestalten aus der Vergangenheit wieder auftauchen und die Dienstagsfrau einholen. Menschen wie sie haben kein Recht darauf, vergessen zu werden.

„Massimo Carlotto zählt zweifelsohne zu den großen italienischen Autoren.“ Hamburger Abendblatt

„Das Buch ist ebenso menschlich wie systemkritisch, philosophiert poetisch über das Wesen harter Getränke und hinterlässt beim Leser einen Hauch jener persönlichen Bitterkeit, die Carlotto wohl nie wird abschütteln können.“ Die Presse am Sonntag

„Eine ganz besondere Noir-Preziose.“ Gunter Blank, Rolling Stone

Textquelle Folio Verlag
Einmal verurteilt, immer verurteilt……………………………
Weder die Schöne Nana, noch der gealterte Pornodarsteller, weder der Helfer, der Kommissar, oder der Aufdecker. Alle leben falsch, unglücklich, doch Hoffnung gibt der unwahrscheinliche Ausgang des Romans:
die angeblich Schuldigen kommen davon, obwohl sie öffentlich verurteilt wurden.

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