Elliot der Drache – Film 2016

Von Christoph Petersen

Obwohl Remake und Original im Englischen beide den Titel „Pete’s Dragon“ tragen, ergibt es Sinn, dass David Lowerys Neuverfilmung in Deutschland nicht auch wieder „Elliot – Das Schmunzelmonster“ heißt, sondern ganz nüchtern „Elliot, der Drache“. Denn während sich der Disney-Klassiker von 1977 noch als ausgelassen-märchenhaftes Musical im Zeichentrick-Realfilm-Mix präsentierte, ist die 2016er-Version eine echte Neuerfindung des Stoffes, die nur den Originaltitel sowie einige ganz wenige Story-Details mit der Vorlage gemein hat. Ganz ohne Gesang und ohne buntgezeichnetes Fabeltier erinnert „Elliot, der Drache“ vom Ton her viel eher an solche 80er Jahre Familien-Klassiker wie „E.T. – Der Außerirdische“ oder „Die Goonies“: Wenn der Drache nicht so brillant animiert wäre, könnte man tatsächlich fast auf die Idee kommen, der Film wäre vor 30 Jahren gedreht worden. In diesem vornehmlich von krachenden CGI-Gewittern geprägten Kinosommer ist das ein echter Segen.